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XP für die Hosentasche PDF Drucken E-Mail
Monday, 18. February 2008

XP für die Hosentasche


 
Ideal als Datenretter: XP auf USB-Stick-Größe (Bild: Softwareload)

Ideal als Datenretter: XP auf USB-Stick-Größe (Bild: Softwareload)

Der PC war gestern: Mit cleverer Freeware basteln Sie sich ein komplettes Windows-Betriebssystem, das auf einen USB-Stick passt. Bei Rechnerabsturz oder Virenbefall ist so ein Notfall-Stick eine große Hilfe, um Backups anzufertigen oder wichtige Daten zu retten. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Windows XP auf einen USB-Speicherstick bannen und so zu einem idealen Werkzeug für praktisch jeden Support-Job ausbauen können.

Vorraussetzung ist, dass PC-Mainboard und BIOS startfähige USB-Laufwerke verwalten können. Das ist bei fast allen modernen Computern der Fall. Darüber hinaus sollte Ihr Rechner mindestens 500 Megabyte RAM-Arbeitsspeicher unter der Haube haben. Und nicht zu vergessen – der USB-Stick. Ein 512-Megabyte-Stick mit USB 2.0 ist ausreichend, ideal wären 1024 Megabyte. Sind alle Bedingungen erfüllt, steht dem Bau Ihres persönlichen Windows-Live-Systems nichts mehr im Wege.

nLite: XP auf Ideal-Maß stutzen


 
Mit nLite bringen Sie Windows auf Minimal-Größe (Bild: Softwareload)
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Mit nLite bringen Sie Windows auf Minimal-Größe (Bild: Softwareload)

Im ersten Schritt specken Sie Ihr Windows mit nLite radikal ab. Damit Sie die Gratis-Software installieren können, benötigen Sie das ebenfalls kostenlose .NET-Framework von Microsoft. Bevor Sie nLite starten, legen Sie Ihre Windows-Installations-CD in das Laufwerk ein. Die Software greift darauf zurück und legt eine Kopie auf der Festplatte an. Alle Änderungen, die Sie ab jetzt durchführen, beziehen sich nur auf diese Kopie. Anschließend aktivieren Sie im Bildschirm "Aufgaben auswählen" die Option "Komponenten entfernen". Mit dem Assistenten stutzen Sie nun Ihr Windows auf Ideal-Maß zurecht.


Download nLite

Nur das Nötige zulassen
nLite wurde speziell entwickelt, um optimierte Installations-CDs von Windows XP anzufertigen. Vieles ist möglich. So können Sie etwa Grafikkarten-Treiber, Sicherheitsupdates und das Service Pack 2 in die CD einbinden. Für die USB-Ausgabe beschränken Sie sich jedoch auf das Nötigste und entfernen vor allem Anwendungen, die unnötig viel Platz belegen. Beim Abspecken sollten Sie zur Sicherheit nur schwarz dargestellte Einträge abwählen, weil sonst das schlank gemachte Windows möglicherweise nicht mehr richtig funktioniert. Liegen die verkleinerten Windows-Setup-Dateien vor, gehen Sie zum zweiten Schritt über: Dem Erzeugen einer bootfähigen Windows-Version.

 

Reatogo X PE: XP auf Stick-Größe eindampfen


 
Funktionsfähiges Windows ohne Festplatte: Reatogo X PE (Bild: Softwareload)
Funktionsfähiges Windows ohne Festplatte: Reatogo X PE (Bild: Softwareload)

nLite erzeugt kein fertig installiertes Windows, sondern nur dessen Setup-Dateien. Aus diesem Grund kann man leider nicht einfach den Inhalt des von diesem Tool angelegten Ordners auf den USB-Stick kopieren, Windows würde nicht booten. Dafür braucht es die Starthilfe von Reatogo X PE. Die Freeware ist eine Weiterentwicklung der bootfähigen Reparatur-CD PE Builder. Der besondere Clou: Während der PE Builder nur Basisfunktionen des Betriebssystems integriert, schiebt X PE jede erdenkliche Komponente des Desktop-Interfaces nach – so steht Ihnen schon beim Start des Rettungssystems die komplette grafische Oberfläche von Windows zur Verfügung.


Download Reatogo X PE

Weitere Programme einbinden
Zuständig für die Optik ist eine Programm-Erweiterung, die über das Plug-in-System von X PE in die Boot-CD eingebunden wird. Über das Plugin-System lassen sich weitere Tools einbinden – sogar das Brennprogramm Nero kann auf diese Weise über eine Boot-CD betrieben werden. Für den Einsatz von USB sind diese Zusatzprogramme jedoch nicht zwingend notwendig. Bequemer und vielseitiger sind Tool-Sammlungen, die Sie nur auf den Stick kopieren und sofort benutzen können. Wichtig ist jedoch, dass Sie Ihren Speicherriegel für den Booteinsatz präparieren.

PeToUSB: Den Stick bootfähig machen

 
PeToUSB macht Ihren Stick bootfähig (Bild: Softwareload)
PeToUSB macht Ihren Stick bootfähig (Bild: Softwareload)

PeToUSB hilft Ihnen beim Generieren eines startfähigen Windows-Betriebssystems. Die Freeware erledigt die dafür nötigen Arbeitsschritte in einem Rutsch: Zuerst wird der USB-Stick mit dem erforderlichen Dateisystem FAT16 formatiert, dann die Windows-Setup-Dateien kopiert und schließlich die für den Bootmanager wichtige Konfigurations-Datei "Boot.ini" erstellt. Ist der Vorgang abgeschlossen, können Sie mit Ihrer tragbaren Windows-Version direkt von USB aus booten, auf die Festplatte zugreifen und bearbeiten.


Download PeToUSB

Erster Test: Booten per USB-Stick
Starten Sie hierzu den Rechner neu und stellen Sie im BIOS den USB-Stick als "First Boot Device" ein. Zusätzlich muss "USB Legacy Support" aktiviert sein, ansonsten vergewissern Sie sich, dass wichtige Funktionen wie "USB 2.0 Controller" auch wirklich eingeschaltet sind. Erkennt das BIOS den Stick einwandfrei, bootet er und zeigt wenig später den Windows-Startbildschirm von Reatogo X PE. Treten Probleme auf oder finden Sie die notwendigen Einstellungen in Ihrer BIOS-Version nicht, ziehen Sie am besten das BIOS-Kompendium von Hans-Peter Schulz zu Rate. Starten Sie den Rechner anschließend wieder auf normalem Weg von der Festplatte. Hierzu stellen Sie diese im BIOS wieder als "First Boot Device" ein.

 

 
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