| Ratgeber: Die 10 wichtigsten Tipps zu Sicherheit |
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| Wednesday, 2. January 2008 | |||||||||||||
XP-TricksRatgeber: Die 10 wichtigsten Tipps zu Sicherheit
Das PC-WELT-Tipp-Archiv ist eine wahre Fundgrube an Tipps, Tricks und Tools rund um Windows XP.
Wir haben Sie durchstöbert und das Allerbeste aus dem Praxis-Ressort
für Sie herausgesucht. Den Anfang machen wir mit den 10 wichtigsten
Tipps zu Sicherheit
Sicherheitslücke in XP Home:
Administrator-Passwort fehlt
Problem: Windows
XP bietet Sicherheit – vorausgesetzt, das System ist entsprechend
konfiguriert. Die Home-Version versäumt aber beim Setup eine
wesentliche Abfrage: Anders als XP Professional
fragt Sie XP Home bei der Installation nicht nach einem Kennwort für
das fest eingebaute Administrator-Konto. Das Admin-Passwort bleibt
daher standardmäßig leer. Wer das weiß, erhält beim Start im
abgesicherten Modus oder über die Wiederherstellungskonsole jederzeit
Zutritt zum System und den Daten.
Lösung:
Sie sollten auch in der Home-Version sofort nach der Installation ein
Passwort für den Administrator einrichten. Der übliche, dokumentierte
Weg führt über den abgesicherten Modus, denn nur hier taucht der
Administrator unter „Benutzerkonten“ in der Systemsteuerung auf.
Komfortabler setzen Sie ein Passwort für das Administrator-Konto über
ein Kommando auf der Befehlszeile. Diese Methode funktioniert auch im
normalen Betrieb, umständliche Neustarts sind überflüssig. Öffnen Sie
eine Eingabeaufforderung, und geben Sie diesen Befehl ein:
net user administrator <Kennwort>
Für
den Platzhalter <Kennwort> geben Sie das gewünschte Passwort an.
Damit der Befehl funktioniert, müssen Sie allerdings
Administrator-Rechte besitzen – alle anderen Benutzer können das
Kommando nicht ausführen.
Eingeschränktes Konto:
So bremsen Sie Schädlinge aus
Problem: Sie sind der einzige Benutzer Ihres nicht vernetzten PCs.
Allerdings gehen Sie mit dem Rechner ins Internet. Sie wollen
verhindern, dass Ihr System sich einen Virus oder Wurm aus dem Web
einfängt.
Lösung:
Wenn Windows XP auf einer NTFS-Partition installiert ist, besitzt es
ein sauberes Konten- und Rechtesystem. Darüber lassen sich die
Zugriffsrechte auf Dateien und Ordner für die einzelnen Benutzer
steuern. Die Rechte eines Benutzerkontos gelten für alle Anwendungen
und folglich auch für Viren, die aus diesem Kontext heraus aktiv
werden. Sie können sich also wirksam gegen Eindringlinge und Malware
schützen, wenn Sie als eingeschränkter Benutzer surfen. Dann bestehen
nämlich beispielsweise keine Schreibrechte auf den „Windows“- und den
„Programme“-Ordner oder auf zentrale Registry-Schlüssel. Viren und
Würmer scheitern also beim Zugriff auf ihre typischen Ziele.
Diesen
Schutz bekommen Sie aber nicht umsonst: Er kostet Sie unter anderem das
Recht, Anwendungen zu installieren. Solche Einschränkungen führen dazu,
dass Anwender aus Bequemlichkeit lieber ständig mit
Administrator-Rechten arbeiten und damit Schädlingen Tür und Tor
öffnen. Desktop-Firewalls und Virenwächter können das Risiko einer
Infektion zwar verringern, aber nicht ausschalten. Ein idealer
Kompromiss zwischen Sicherheit und Benutzerkomfort besteht darin, als
Administrator zu arbeiten, den Web-Browser jedoch mit eingeschränkten
Rechten zu starten. Grundvoraussetzung ist zunächst, dass Sie unter
„Systemsteuerung, Benutzerkonten“ einen eingeschränkten User angelegt
haben.
Für alles Weitere verwenden Sie am besten unser Tool pcwRunas 0.3.
Damit lassen sich Verknüpfungen anlegen, über die Sie den Browser im
eingeschränkten Benutzerkontext starten können, ohne dass das die
Rechte der anderen laufenden Anwendungen berührt. Nach der Installation
des Tools rufen Sie die pcwRunAsGui.EXE aus dem Programmverzeichnis
auf. Im Dialog wählen Sie hinter„Dateiname“ das Programm, das Sie
künftig mit eingeschränkten Rechten starten wollen (zum Beispiel
„C:\Programme\Internet Explorer\Iexplore.EXE“ oder
„C:\Programme\Mozilla Firefox\Firefox.EXE“). Weiter unten geben Sie
neben „Benutzername“ und „Kennwort“ die Daten des eingeschränkten
Benutzerkontos an und setzen neben „Verknüpfung“ einen beliebigen Namen
für den neuen Link ein. Nach einem Klick auf „Übernehmen“ erscheinen
die Parameter für pcwRunas noch einmal durch Strichpunkte getrennt –
wenn nötig, können Sie sie hier noch korrigieren. Ein letzter Klick auf
„Shortcut“ legt die neue Verknüpfung auf dem Desktop an. Zur Kontrolle
der Rechte installiert das Setup Programm von pcwRunAs eine Toolbar für
den Internet Explorer und den Windows-Explorer (pcwPrivilegien.DLL),
die Sie über „Ansicht Symbolleisten, pcwPrivilegien“ einblenden Wenn
Sie als Admin arbeiten, sehen Sie ein rotes Warnsignal und die
Schaltfläche „Administrator“. Eine kleine Bequemlichkeitseinbuße: Beim
Download aus dem Web gelten natürlich die Windows-Ordner des
eingeschränkten Kontos: Wenn Sie Daten etwa auf den Desktop laden,
landen diese nicht auf dem sichtbaren Admin-Desktop, sondern im
Desktop-Ordner des jeweiligen Kontos. Am besten wählen Sie deshalb ein
für alle Konten zugängliches Download-Ziel.
Windows-Firewall: Wer darf was?
Problem: Mit SP 2 für Windows
XP kam eine neue Firewall zum Einsatz. Standardmäßig ist sie für alle
verfügbaren Adapter aktiv und lässt keine ankommenden
Verbindungsversuche aus dem Netz zu. Was das bedeutet und wie Sie die
Firewall ideal konfigurieren, ist jedoch nicht immer ganz klar.
Um mehr
Verbindungen zuzulassen, legen Sie eine „White List“ mit allen
Anwendungen an, auf die über das Netz zugegriffen werden darf. Beim
ersten Start eines solchen Programms meldet sich die Firewall per
Dialogbox und fragt nach, ob die Verbindung zu diesem weiterhin
blockiert werden soll. Wenn Sie diese Frage verneinen, wird die
Anwendung in die Liste aufgenommen und darf fortan mit dem Netz
kommunizieren. Die erforderlichen Kanäle (Ports) werden beim Starten
und Beenden der Anwendung automatisch geöffnet und wieder geschlossen.
Um
die Firewall manuell zu konfigurieren, klicken Sie in der
Systemsteuerung auf „Windows Firewall“. Auf der Registerkarte
„Allgemein“ können Sie die Firewall aktivieren oder deaktivieren. Ist
sie aktiv, können Sie zusätzlich die Option „Keine Ausnahmen zulassen“
wählen. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Sie sich mit Ihrem Notebook am Netz des Flughafens anmelden. So verhindern Sie, dass auf die Anwendungen aus Ihrer Ausnahme-Liste zugegriffen werden kann.
Unter
„Ausnahmen“ können Sie Ihre „White List“ einsehen. Nach einem Klick auf
„Programm“ können Sie eine Anwendung hinzufügen. Über die Schaltfläche
„Port“ können Sie einzelne Ports freischalten. Diese bleiben offen, bis
Sie sie wieder aus der Liste entfernen. Das ist natürlich ein
Sicherheitsrisiko, so dass Sie Ports nur bewusst freigeben sollten.
Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche „Bereich ändern“. Wenn jeder
weltweit den Kanal nutzen darf, wie es etwa beim Filesharing üblich
ist, dann wählen Sie „Alle Computer“. Sollen nur PCs
im lokalen Netz zugreifen, dann aktivieren Sie „Nur für eigenes
Netzwerk“. Es ist sogar möglich, dass nur einzelne PCs mit festen
IP-Adressen zugreifen dürfen. In diesem Fall geben Sie die Adressen,
jeweils durch ein Komma getrennt, einzeln in die „Benutzerdefinierte
Liste“ ein.
Prozessdatenbank:
Wissen, was läuft
Problem:
Sie brauchen eine zuverlässige Quelle, die Ihnen genauere Informationen
über die vorgefundenen Tasks im Taskmanager gibt, etwa um Schädlinge zu
identifizieren.
Lösung:
Wir haben für Sie eine Datenbank aufgebaut, die genau diesen Job
erledigt. Dazu haben ein Tool entwickelt, das Ihnen helfen,
unerwünschte Prozesse zu identifizieren und gezielt abzuschießen. Unter
http://pcwelt-wiki.de/wiki/Kategorie:Prozesse
finden Sie die Infos, die Ihnen den Durchblick im Prozess-Dschungel
verschaffen. Viren und Würmer tarnen sich gern mit den Namen von
Windows Standardprozessen, andere tragen nichts sagende und harmlos
klingende Namen. Um Schädlinge zu entlarven, brauchen Sie die
Programmpfade. Die echten Systemprozesse sind nämlich zu 95 Prozent im
Pfad %windir%\system32 anzutreffen und nirgends sonst. Den aber erfährt
man im Taskmanager nicht. Jetzt wäre es hilfreich, die
Datei-Eigenschaften des jeweiligen Tasks aufzurufen – oft finden sich
hier Erstelldatum und Herstellerangaben. Nur: An diese Infos kommen Sie
jeweils nur sehr umständlich heran.
pcwProcess.HTA
liefert per Mausklick auf einen Task genau diese Informationen – und
mehr: Unser scriptbasiertes Tool ist ein verbesserter Taskmanager und
Taskkiller mit Anbindung an die PC-WELT-Prozessdatenbank und erlaubt
zusätzlich eine Recherche im Web. Sie starten das Tool für Windows XP
ohne Installation einfach per Doppelklick. Nach einer kurzen Analyse
zeigt es in einer Tabelle die laufenden Prozesse an. Standardmäßig
sehen Sie den Namen und den Pfad der zugrunde liegenden Programmdatei.
Ein Klick auf den Button „Eigenschaften“ bringt die Datei-Eigenschaften
eines Prozesses auf den Bildschirm.
Über die Schaltfläche „PC-WELT“ recherchieren Sie zusätzliche Infos in
der PC-WELT-Prozessdatenbank. Bei bestehender Internet-Verbindung
öffnet ein Klick darauf ein neues Browser-Fenster mit der Beschreibung.
Sollte es noch keine geben, können Sie eine neue Seite im Wiki anlegen.
Die Schaltfläche „Google“ funktioniert ähnlich: Sie startet eine Suche
nach dem Prozessnamen bei www.google.de.
Ein Klick auf den Button „Prozess Beenden“ schießt den ausgewählten
Task per Mausklick ab. Bei System-kritischen Prozessen, die nicht
beendet werden dürfen, ist die Schaltfläche ausgeblendet.
Voraussetzung
für „Prozess Beenden“ ist unter Windows XP, dass Sie mit
Administratorrechten angemeldet sind. Ein Druck auf <F5>
aktualisiert die Taskliste – praktisch, wenn Sie mittlerweile ein paar
Prozesse beendet haben. Mit der Tastenkombination
<Strg>-<F> rufen Sie einen Dialog auf, über den Sie in der
Liste nach einem Prozessnamen suchen können.
Autostart: Startrampen aufspüren und sperren
Problem:
Sie haben auf Ihrem Rechner einen Schädling aufgespürt, der nach jedem
Systemstart hartnäckig wieder auftaucht. Sie möchten diesen Schädling
dauerhaft los werden.
Um Autostarts abzuschalten, aktivieren Sie die Klickbox neben der jeweiligen Anwendung und klicken auf „Entfernen“. Unter Windows XP
können Sie über unser Script auch einfach verbieten, dass sich Prozesse
künftig in irgendeine der Startrampen eintragen. Voraussetzungen dafür
sind Administratorrechte, eine mit NTFS formatierte Systempartition und
das englischsprachige Microsoft-Tool Subinacl.EXE. Dieses holen Sie
sich nach einem Klick auf „?“ aus dem Web. Ist das alles gegeben,
entzieht ein Klick auf die Schaltfläche „Berechtigungen“ dem Benutzer
und dem System das Schreibrecht auf alle Registry- und
Datei-Autostarts. Das ist ein schwerwiegender Eingriff, den Sie sich
gut überlegen sollten. Vor allem sollten Sie sich daran erinnern, wenn
es bei der Installation einer Software Probleme gibt. Gegebenenfalls nehmen Sie die Einstellung auf demselben Weg wieder zurück. Der Button „Definieren“ verlinkt zur PC-WELT-Prozessdatenbank
(siehe Tipp „Prozessdatenbank: Wissen was läuft“).
Dazu markieren Sie zunächst einen Startprozess im unteren
Dialogbereich. „Definieren“ übergibt den Dateinamen dann direkt an
unser Prozess-Wiki.
Datei-Erweiterungen:
Systemweit sichtbar machen
Problem:
Dass der Windows-Explorer standardmäßig bestimmte Datei-Erweiterungen
nicht anzeigt, ist ein bekanntes Ärgernis. Genauso ist es aber auch bei
den Attachments von Mails, die Sie über Outlook und Outlook Express
empfangen. Dadurch erscheint eine Datei mit dem Namen Clickme.TXT.VBS
als harmlose TXT-Datei.
Lösung:
Die Darstellung der Dateinamen in Outlook und Outlook Express richten
sich nach den Einstellungen im Windows-Explorer. Wählen Sie im Explorer
das Menü „Extras, Ordneroptionen, Ansicht“, und entfernen Sie das
Häkchen neben der Option „Erweiterungen bei bekannten Dateitypen
ausblenden“. Abgesehen von LNK- und PIF-Dateien sehen Sie nun sämtliche
Dateien mit der Namenserweiterung – und zwar sowohl im Explorer als
auch in den Mailprogrammen Outlook und Outlook Express.
PC Nutzung kontrollieren:
Check von Logons und Systemlaufzeit
Lösung:
Auch für diese Aufgabe bietet sich die Wmic.EXE an. Sie kann sowohl die
Uptime des Systems – die Laufzeit seit dem Systemstart – ermitteln als
auch die Anzahl der Logons, und zwar für alle Systemkonten oder für ein
bestimmtes. Unsere Batchdatei pcw_Uptime.BAT
liefert die Systemlaufzeit in Sekunden und – der besseren Übersicht
halber – auch abgerundet in weiteren Zeiteinheiten. Außerdem zeigt die
Batchdatei die Gesamtzahl aller bisherigen lokalen Anmeldungen des
aktuellen Benutzers. Bei Zweifeln über die lokale Logon-Sicherheit
genügt es also, sich diese Zahl zu notieren. Wenn die Zahl bei Ihrem
nächsten Logon um mehr als eins höher ist, hat sich in der Zwischenzeit
ein anderer Benutzer mit Ihren Kontodaten angemeldet. Hinweise zur
Batch: pcw_Uptime ist wie jede interaktive Batchdatei auf der
Kommandozeile zu starten. Zur bequemen systemweiten Nutzung sollten Sie
sie in ein Verzeichnis im Systempfad kopieren. Die Rundung der Uptime
beim Umrechnen in Minuten, Stunden und Tage ist in der
Standard-Kommandozeile Cmd.EXE zwingend, da diese bei
Rechen-Operationen immer auf Ganzzahlen abrundet. Die exakte Uptime ist
daher nur bei den Sekunden abzulesen. Diese Ungenauigkeit betrifft nur
die Cmd.EXE: Im alternativen Befehlsinterpreter 4NT.EXE etwa liefert die gleiche Batch ein exaktes Ergebnis für alle Zeitwerte.
XP Prome: Fast ein Pro mit zwei Klicks
Problem:
Stellen Sie sich vor, ein Kfz-Hersteller bringt in einem Auto einen
Klotz hinter Gas- und Bremspedal an. Der Wagen fährt zwar noch, verfügt
aber nur über die halbe Beschleunigungs- und Bremskraft – dafür ist er
günstiger. Bei der Home-Version von Windows XP
ist es ähnlich. Viele Funktionen aus der Pro-Fassung sind hier
standardmäßig deaktiviert, beispielsweise die Registerkarte
„Sicherheit“, die Dateiverschlüsselung (EFS – Encrypting File System)
oder der Einsatz von Benutzerrechten in Freigaben. Alle bisher
veröffentlichten Möglichkeiten, diese freizuschalten, sind entweder
Teillösungen oder erfordern erhebliches Know-how.
Lösung: Windows
speichert seine Identität im Registry-Schlüssel „Hkey_Local_Machine\
System\ CurrentControlSet\ Control\ ProductOptions“. Steht dort in der
mehrteiligen Zeichenfolge „ProductSuite“ der Wert „Personal“, dann
handelt es sich um eine Home-Version: Ist hier nichts eingetragen, ist
es XP Pro. Um einem XP Home klarzumachen, es sei ein Pro, müsste es
also genügen, den Wert „Personal“ aus dem genannten Eintrag zu löschen.
Da es sich dabei aber um eine Veränderung der Lizenz handelt, überwacht
das System diesen Schlüssel und sperrt jede Änderung. Mit unserem Tool pcwXPProme.EXE aus dem gleichnamigen Archiv
können Sie den Wert trotzdem löschen – und zwar im laufenden Betrieb.
Dazu entpacken Sie das Tool und die ebenfalls im Archiv enthaltene
Datei „Hilfe – Bitte ausdrucken.TXT“ in ein beliebiges leeres
Verzeichnis, in dem sie auch bleiben sollen.
Achtung:
Wenn Sie den genannten Registry-Schlüssel anpassen, ändert sich die
Lizenz. Deshalb dürfen Sie die folgenden Schritte nur ausführen, wenn
Sie über eine entsprechende XP-Pro-Lizenz verfügen. Das Tool greift
tief in das System ein. Lesen Sie vor dem ersten Aufruf unbedingt die
Hilfe-Datei, und schaffen Sie eine der darin beschriebenen
Voraussetzungen, um im unwahrscheinlichen Fall eines GAUs Ihr System
wiederherstellen zu können.
Nach dem
ersten Aufruf legt das Tool zunächst eine Sicherung des genannten
Schlüssels an. In einer weiteren Kopie entfernt es den Eintrag
„Personal“ und liest den geänderten Schlüssel wieder in die Registry
ein. Ferner wird im Schlüssel „Hkey_Local_Machine\ System\
CurrentControlSet\ Control\ Lsa“ der DWORD-Eintrag „ForceGuest“ auf „0“
gesetzt, damit Sie die NTFS-Rechte nutzen und setzen können. Stimmen
Sie dann dem Neustart zu – fertig ist XP Prome. Klicken Sie nun mit der
rechten Maustaste auf eine Datei, die auf einer NTFS-Partition liegt,
und wählen Sie „Eigenschaften“. Ihnen wird die neue Registerkarte
„Sicherheit“ auffallen, auf der Sie Zugriffsrechte setzen können. Über
die Eigenschaften von Ordnern vergeben Sie Freigabe-Berechtigungen. Um
Dateien zu verschlüsseln, klicken Sie in deren „Eigenschaften“-Dialog
auf „Erweitert“ und aktivieren die Klickbox vor „Inhalt verschlüsseln,
um Daten zu schützen“. Schwierigkeiten kann ein umgewandeltes Home beim
Update machen. Deshalb sollten Sie am Patch Day jeden zweiten Dienstag
im Monat den schizophrenen Zustand temporär zurücksetzen. Führen Sie
das Tool einfach noch einmal aus. Dadurch wird das zuvor angelegte
Backup eingelesen, Neustart, fertig. Nun können Sie updaten und danach
wieder auf Prome umschalten.
Ausführ-Sperre:
Alle Programme bis auf eine Auswahl verbieten
Problem:
Sie sind Administrator eines Mehrbenutzersystems. Aus
Sicherheitsgründen möchten Sie einigen Anwendern das Ausführen von
Programmen verbieten – bis auf wenige, explizit freigegebene.
Um neue Berechtigungen
zu vergeben, rufen Sie das Script auf. Der Dialog listet alle
Benutzerkonten inklusive Ihres eigenen auf. Markieren Sie alle Konten,
für die neue Einschränkungen gelten sollen, und klicken Sie dann auf
„Verbieten“. Ein Ausrufezeichen neben dem Kontonamen kennzeichnet dann,
dass Restriktionen vorliegen. Im nächsten Schritt legen Sie für jedes
Konto eine eigene „Whitelist“ an. Darin stehen die Anwendungen, die
weiterhin ausgeführt werden dürfen. Geben Sie also in der Befehlszeile
den Namen der ausführbaren Datei an, die erlaubt werden soll,
beispielsweise „iexplore.exe“ für den Internet Explorer oder „winword.exe“ für Word.
Danach
markieren Sie die Konten welche diese Programme ausführen dürfen, und
klicken auf „Anwendung erlauben“. Wiederholen Sie diesen Vorgang so
oft, bis jedem eingeschränkten Konto die erlaubten Anwendungen
zugewiesen sind. Profile, denen Sie bereits mindestens eine erlaubte
Anwendung zugeordnet haben, werden beim Markieren ausgeklappt damit Sie
deren „Whitelist“ einsehen können. Wenn Sie mehreren Konten dieselben
Anwendungen zuweisen möchten, aktivieren Sie am besten die Klickbox „Zu
Hinzufügen von Anwendungen in der Profil-Ansicht bleiben“ – das
verhindert das Ausklappen. Beenden Sie das Script immer mit „Quit“, da
sonst die Registry-Dateien der anderen Benutzerprofile nicht richtig
entladen werden und die Benutzer sich nicht mehr anmelden können.
Natürlich können Sie erlaubte Anwendungen auch wieder verbieten. Dazu
markieren Sie zunächst das gewünschte Konto, dann die zu verbietenden
Anwendungen und klicken auf „Löschen“. Um die Einschränkungen komplett
aufzuheben markieren Sie wieder die einzelnen Konten und klicken auf
„Erlauben“. Achtung: Sie können in der oben beschriebenen Weise auch
Einschränkungen für Ihr eigenes Konto treffen. Dabei besteht die
Gefahr, dass Ihr System unbrauchbar wird. Schränken Sie Ihr Konto, wenn
überhaupt, nur mit größter Vorsicht ein.
Lokaler PC: Ordner sperren oder unzugänglich machen
Problem:
An einem PC arbeiten mehrere Personen. Sie wollen einen oder mehrere
Dateiordner so einrichten, dass bestimmte PC-Benutzer nicht darauf
zugreifen können.
Lösung:
Zunächst einmal darf es nur ein Benutzerkonto Administrator-Rechte
existieren – Ihres. Für Administratoren sind Zugriffsbeschränkungen
hinfällig, da sie sie jederzeit selbst ändern können. Überprüfen Sie
also zuerst, welche Konten auf dem Rechner existieren und welche Rechte
die User jeweils haben. Dazu gehen Sie in der Systemsteuerung auf
„Benutzerkonten“. Im Beispielfall soll der Benutzer „Anna“, der keine
Administrator-Rechte besitzt, nicht auf den Ordner D:\Vertraulich
zugreifen dürfen. Für alle weiteren Benutzerkonten – außer für Ihres –
gehen Sie analog vor.
XP Pro:
Das System unterschlägt zunächst einen wichtigen Punkt im Kontextmenü –
die Möglichkeit nämlich, abgestufte Rechte zu vergeben. Gehen Sie
deshalb im Windows-Explorer auf „Extras, Orderoptionen, Ansicht“, und
entfernen Sie den Haken vor der Option „Einfache Dateifreigabe
verwenden (empfohlen)“. Jetzt gelangen Sie über die Eigenschaften des
Ordners C:\Vertraulich auf „Sicherheit“. Den Beispiel-User „Anna“
nehmen Sie auf, indem Sie auf „Hinzufügen“ und im nächsten Menü auf
„Erweitert“ klicken. Nach einem Klick auf „Jetzt suchen“ wählen Sie in
der angezeigten Liste „Anna“ aus, gehen auf „OK“ und kehren damit zum
vorherigen Menü zurück. Hier ist noch mal ein „OK“ fällig, damit die
Auswahl übernommen wird. Für „Anna“ klicken Sie in der Tabelle der
Berechtigungen den Punkt „Vollzugriff“ unter „Verweigern“ an. Nach
einem weiteren „OK“ haben Sie „Anna“ von C:\Vertraulich ausgesperrt.
Wiederholen Sie die Aktion nun für „Bernd“, „Claudia“ bis „Zuzana“ ...
XP Home:
XP Home bietet scheinbar keine „Sicherheit“ in den Kontextmenüs von
Ordnern und Dateien. Doch ist die NTFS-Rechtevergabe im normalen
Betrieb nur ausgeblendet, um den Preisunterschied gegenüber der
Pro-Variante zu rechtfertigen. Das merken Sie, sobald Sie XP Home im
abgesicherten Modus starten. Dort unterscheidet sich die Vorgehensweise
nicht von der eben für XP Pro beschriebenen. Mit unserem Tool pcwXPProme rüsten Sie Ihre Windows XP Home
um genau diese Funktionen auch im Normalbetrieb auf. Alternativ
verwenden Sie eine dritte, wesentlich komfortablere Alternative – den
Dateimanager Winfile.EXE von NT 4, mit dem sich ebenfalls
Zugriffsrechte auf NTFS-Partitionen setzen lassen: Unter XP Home
erweist sich Winfile.EXE als unentbehrliches Tool, das zum aktuellen
System völlig kompatibel ist. Wenn Sie keine alte Windows-NT-4-CD
besitzen, besorgen Sie sich das letzte Service Pack 6a für NT 4 – auch
hier ist Winfile.EXE enthalten. Microsoft bietet es in der englischsprachigen Version nach wie vor zum Download an.
Das
deutschsprachige Pack schlägt gleich mit 86 MB zu Buche – der Download
empfiehlt sich nur bei einer flotten Internet-Verbindung. Egal, welche
Version Sie herunterladen, die folgenden Schritte gelten für beide: Das
Service Pack
liegt als EXE-Datei vor, die Sie mit dem Parameter -x (nach einem
Leerzeichen) aufrufen. Geben Sie ein Verzeichnis an, in das die Dateien
entpackt werden sollen. In diesem Ordner finden Sie die Winfile.EXE,
die Sie in das Windows-Verzeichnis kopieren. Im alten Dateimanager
klicken Sie das gewünschte Laufwerk
an, markieren den Beispielordner D:\Vertraulich und wählen in der
Menüleiste über „Sicherheit“ („Security“) den Unterpunkt
„Berechtigungen“ („Permissions“). Ab dieser Menüebene arbeitet
Winfile.EXE mit Standardschaltflächen in der Sprache des installierten
Systems. Damit die neu definierten Rechte auch ausdrücklich für
Unterordner gelten, aktivieren Sie die Option „Berechtigungen für
Unterverzeichnisse ersetzen“. Über den Button „Hinzufügen“ geht es zum
Auswahlmenü, wo Sie sich mit „Benutzer anzeigen“ alle Benutzerkonten
auf dem Rechner anzeigen lassen. Wählen Sie nun den Benutzer „Anna“
aus, und stellen Sie ganz unten die Zugriffsart auf „Kein Zugriff“.
Noch zwei mal mit „OK“ bestätigen – fertig. Wieder holen Sie die Aktion
für alle weiteren Benutzer, die Sie ausschließen möchten.
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