| Alles zum Thema Google Phone |
|
|
|
| Wednesday, 14. November 2007 | |||||
Alles zum Thema Google Phone
Google lässt erneut die Muskeln spielen: Das Engagement im
Mobilfunkgeschäft könnte den Markt radikal ändern. Die neue Plattform
"Android" soll nicht nur bald frei verfügbar sein, sondern auch
innovative und auf den Benutzer zugeschnittene Anwendungen ermöglichen.
Wir erklären Ihnen, was es mit "Android" auf sich hat. Außerdem
präsentieren wir Ihnen eine FAQ in der Sie alles zum Google Phone
erfahren.
Die unterschiedlichen technologischen Standards veranlassen die
Mobilfunkhersteller eigene Software und Betriebssysteme zu entwickeln.
Für Endverbraucher bedeutet dies meist teurere Geräte, die mehr oder
weniger innovative Anwendungen bieten.
Google möchte nicht nur Mobilfunkgeräte anbieten, sondern diese auch gleich mit einem völlig neuen Betriebssystem ausstatten. Das System basiert auf Linux und hört auf den Namen "Android".
Dem Unternehmen geht es vorerst weniger um die Vermarktung einzelner
Geräte, deshalb wird es auch kein "gPhone" geben: Geplant ist vielmehr
eine einheitliche Software-Plattform für Handys von Dritt-Herstellern.
Google setzt auf die Kooperation der so genannten Open Handset
Alliance. Dazu gehören unter anderem Intel, Motorola, HTC, T-Mobile
sowie weitere 30 Unternehmen. Das gemeinsame Ziel wurde klar definiert:
Senkung der Kosten sowie Vermarktung von Mobilgeräten und mobilen
Dienstleistungen. Diese Dienstleistungen sollen in Form von Anwendungen
auf jeden einzelnen Kunden zugeschnitten sein.
Android als Alleskönner
Aber was genau daran ist so neu? Attackiert Google mit der geplanten Allianz nicht vor allem den Softwarekonzern Microsoft, der sich von seinem Handy-Betriebssystem üppige Gewinne verspricht?
Google preist sein Betriebssystem "Android" als wahren Alleskönner an. Es soll die erste offene Plattform für Handys sein, die individuell angepasst werden kann. Der Nutzer bekommt dafür ein Gerät, mit dem er laut Google "jederzeit und an jedem Ort die Vorteile des Internets genießen" kann. Natürlich gegen einen Aufpreis. Die Android-Plattform wird unter Open-Source-Lizenzen bereitgestellt. Das erste Vorabpaket wird am 12. November für Software-Entwickler veröffentlicht. Damit soll ein Einblick ins neue System geschaffen werden. Nach Aussagen von Google soll es sogar möglich sein, dass Anwender ihr zukünftiges Mobiltelefon selbst programmieren und Anwendungen zusammenstellen können. Entwickler sollen den vollen Zugang zu den Funktionen und Tools der Mobiltelefone bekommen. Damit verspricht "Android" noch nie da gewesene Vorteile für Konsumenten, Entwickler und Hersteller von Mobilgeräten und -dienstleistungen. Google steuert mit großen Schritten in Richtung Mobilfunkindustrie. Nachdem das Unternehmen schon großen Einfluß im Suchmaschinen-, Mail- und Internet-Werbegeschäft für sich beansprucht, ist der Schritt hin zum Mobilfunk-Markt nur logisch. Google Phone: FAQ
Wird es jemals ein Google Phone geben?
Dementiert hat dies Google-Chef Eric Schmidt jedenfalls nicht. Wenn alles glatt läuft wird es sogar mehrere "Google Phones" geben. Wenn die Software erstmal ausgereift ist, führt kein Weg am "gPhone" vorbei.
Was ist Android?
Android ist ein auf Linux basierendes Betriebssystem, das laut Google das Handy-Betriebssystem der Zukunft darstellt. Es soll mit Apples OS X auf dem iPhone, der Blackberry OS, Microsofts Windows Mobile und der Palm OS kompatibel sein. Die Android-Software ist frei verfügbar und läuft unter der Apache-Open-Source-Lizenz. Am 12. November wird das erste Software-Kit für Entwickler bereitgestellt.
Wann kann ich ein auf Googles OS basierendes Handy kaufen?
Die ersten Android-Handys sollen in der zweiten Jahreshälfte 2008 auf den Markt kommen. Erste Hersteller könnten Sprint Nexel und T-Mobile sein. HTC and Motorola, ebenfalls Kooperationpartner von Google, werden zudem spezielle Handys für die Android-Plattform herstellen.
Werden andere Unternehmen ebenfalls Android-Handys anbieten?
Andere Unternehmen sind momentan noch besorgt, dass die Open-Source-Software Hackern zum Opfer fallen könnte. Jedoch haben andere drahtlose Unternehmen ebenfalls vor ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Sei es mit Maildiensten, Spielen, oder GPS-Features.
Wie werden sich die Android-Handys von heutigen Smartphones unterscheiden?
Laut Google sollen die Android-Handys jegliche Art von Web-Content unterstützen, mit dem heute auch ein PC-Browser zurechtkommt. Neue Dienste wie Content Management, Dokumentenverwaltung, GPS-Software und Voice over Internet Protocol sollen mit eingebunden werden.
Warum ist die Google-Handy-Plattform besser als existierende Betriebssysteme von Palm oder Microsoft?
Die Software-Entwickler werden in der Lage sein, die Anwendungen benutzerorientiert und flexibel zu programmieren. Ebenso werden kleine Unternehmen mit ihren Anwendungen auf den Markt stürmen und die drahtlose Kommunikation mit ihren Programmen weiter unterstützen.
Werden Service-Provider in der Lage sein, Anwendungen von Android-Handys zu schließen?
Android ist eine freie Software, deshalb kann das Betriebssystem von jedem geändert werden. Denkt man beispielsweise an das freie Telefonieren über VoIP, werden die Provider diesen Dienst mit Sicherheit versuchen zu unterbinden.
Können die auf "offener Software" basierenden Handys gehackt und umgeschrieben werden?
Es ist etwa vergleichbar mit dem iPhone, dass ebenfalls kurz nach seinem Erscheinen gehackt wurde. Nur das es bei freier Software noch um einiges leichter für die Programmierer sein wird.
Was genau kann der Benutzer am Android-Handy verändern?
Angefangen vom Eröffnungsbildschirm, über die Icons, News Feeds, Wetter-Informationen und Sprach-Ansagen lässt sich so ziemlich alles verändern. Das Konfigurieren hängt ganz vom Betreiber ab.
Welche innovativen Applikationen erwarten den Benutzer?
Es wird viel über das Internet laufen. Beispielsweise könnte das Handy den Benutzer in nahe gelegene Restaurants führen. Ebenfalls denkbar ist eine Anwendung, die Fotos automatisch den Personen im Adressbuch hinzufügt. Aber auch Online-Multiplayer-Spiele könnten über das Android-Handy gegeneinander gespielt werden. Die Applikationen sollen jedoch in erster Linie den Alltag der Nutzers erleichtern. |
|||||
| < zurück | weiter > |
|---|